Mich erreichte eine kritische Wortmeldung heute zu meinem gestrigen Blogeintrag:
„Ohne Moos nix los!“
Besten Dank auch dafür!
Ich liiiebe Kritik, denn nur durch sie kann ich lernen und besser werden.
Bin ich tatsächlich so abgehoben von der bundesdeutschen Realität?
Der Leser schrieb mir
Hallo, Brigitte,
bin heute durch Zufall über deinen Blog gestolpert.
Deine Reaktion dort auf den Hinweis eines deiner Leser, dass er/sie sich eine solche Ernährung nicht leisten kann, finde ich nicht gerade nett. Er/sie hat nicht geschrieben, dass ihm/ihr das zu teuer ist, sondern dass /er/sie sich das nicht leisten kann.
Und dann fängst du an aufzurechnen, daß man auch mit eingeschränktem Budget sich gut rohköstlich ernähren können. Im Endergebnis kommst du auf 10 Euro pro Tag, macht 300 Euro im Monat pro Person. 300 Euro sind für dich also ein eingeschränktes Budget??? Ich gratuliere dir zu deinem guten Einkommen. Von solchen Möglichkeiten träumen viele Singles und Familien nur. Macht bei 2 Großen und 2 Kleinen im Haushalt (die kleinen rechne ich zur Hälfte) also 900 Euro im Monat für Ernährung. Welche Familie hat schon solche finanziellen Möglichkeiten? Und ich rede gar nicht erst von Hartz IV-Empfängern.
Ich bekomme Geld auf Hartz IV-Niveau. Ich (53) bin von Kindesbeinen an vegetarisch erzogen worden, ernähre mich seit einem Jahr aber rohköstlich mit gelegentlichen Ausflügen ins vegane Reich. Ich kalkuliere für mich monatlich 100 Euro für Ernährung und komme damit auch hin. Also 3,30 Euro am Tag. Jackfrüchte, Avocados, Durian, Macadamia sind dabei nicht drin. Bio leider auch nicht mehr. Da müssen halt Mohrrüben, Äpfel (sofern im Sonderangebot), Ingwer, Kohl und Erfindungsgeist ran. Aber es geht und ich habe keinen Mangel. Und ich bin nicht neidisch auf Menschen, die mehr haben; ich freue mich für sie. Für mich werden auch schon wieder bessere Zeiten kommen.
Versteh mich nicht falsch. Ich kritisiere dich nicht, ich wollte dir nur ein bißchen die Augen öffnen wegen des "eingeschränkten Budgets".
Gruß
B.
Ui ui ui ... 100 Euro für Ernährung im Monat?
Da läuft doch so einiges schief hier in diesem Lande, oder?
Ich sag es ganz ehrlich: Das erschreckt mich. Damit kann man sich doch höchstens mit Aldi-Ramsch ernähren, aber nicht mit hochqualitativer Frischkost, oder?
Gut - ich war noch nie wirklich arm, aber mit 100 Euro wäre ich auch nicht zu Kochkostzeiten hingekommen.
Ich bin im Moment überfragt, was in solch einem Fall zu tun wäre?
Habt Ihr gute Ideen?
Ich bin gespannt auf Eure Antworten - gut's Nächtle erst einmal


